Samstag, 29 April 2017

Gute Zukunftsaussichten

Thomas Oliver Müller (DF Deutsche Finance): „Wir glauben, dass die Regulierung für unseren Markt zur richtigen Zeit gekommen ist“

von POUR-ERIKA-REDAKTEUR  Enno-Martin Cramer Finanzen Freitag, 19 Juni 2015 14:27
Thomas Oliver Müller (DF Deutsche Finance): „Wir glauben, dass die Regulierung für unseren Markt zur richtigen Zeit gekommen ist“
Quelle: deutsche-finance.de

München – Die DF Deutsche Finance Group hat in den letzten acht Monaten beachtliche Fortschritte gemacht, konnte sie in diesem knappen Zeitraum doch nicht nur die AIFM-Umsetzung, sondern auch die Regulierung nach dem Kapitalgesetzbuch realisieren. Damit hat das Münchner Unternehmen den Schritt zum vollregulierten Finanzdienstleister vollzogen und kann eventuellen Vorhaltungen, als unseriöser Anbieter auf dem Graumarkt zu agieren, selbstbewusst entgegentreten.

Bereits im Oktober 2014 wurde der unternehmensinternen Deutsche Finance Investment GmbH von der BaFin die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft gemäß § 20 KAGB erteilt. Die Lizenz umfasst das Auflegen und Verwalten KAGB-konformer alternativer Investmentfonds (AIF) für private und professionelle Anleger. Gleich darauf wurden die bereits bestehenden AGP-Fonds und der IPP Fund II in die Regulierung überführt. Im März 2015 erfolgte eine Erweiterung der Zulassung, die nun auch die Verwaltung von einzelnen in Finanzinstrumente nach § 1 Abs. 11 KWG angelegte Vermögen einschließlich der Portfolioverwaltung gemäß § 20 Abs. 3 Nr. 2 KAGB umfasst. Die Zulassung zur Finanzportfolioverwaltung gemäß KAGB ist die Voraussetzung für individuelle Vermögensverwaltungsmandate von institutionellen Investoren.

 

Deutsche-Finance-Vorstand Thomas Oliver Müller betrachtet die Vollregulierung nicht als Nachteil, sondern als Vorteil und echten Qualitätsausweis. Gegenüber dem Branchendienst „kapital-markt intern“ (k-mi) erklärte er dazu Anfang Juni: „Wir glauben, dass die Regulierung für unseren Markt zur richtigen Zeit gekommen ist. Sie ist kein unnötiger Ballast, sondern die Chance, jetzt Verantwortung zu übernehmen, um Vertrauen gegenüber Anlegern im Bereich der Kapitalanlage aufzubauen. Regulierung dient aber nur denen, die sie auch leben und mit Leben erfüllen wollen und nicht nur die neuen Paragraphen formal abarbeiten. Für uns heißt dies, dass wir von Anfang an möglichst viel selbst in die Hand genommen haben, anstatt regulatorische Prozesse an externe Dienstleister auszulagern.“ Die Strategie des Unternehmens bestehe darin, so Müller weiter, Geschäftsbereiche wie Produktkonzeption, Asset-Management, Vertrieb und Anlegerverwaltung in einem Konzern zu vereinen. „Diese ‚all in one‘-Strategie schafft die Basis für Kompetenz, schnelle strategische Entscheidungen und Anpassungen an Marktveränderungen.“

 

Für die BaFin-Zulassungen habe man kaum Anwaltskanzleien beanspruchen müssen, sondern habe fast alles in Eigenregie durchführen können. Thomas Oliver Müller hierzu gegenüber k-mi: „Uns war bewusst, dass wir alle Anforderungen ans Unternehmen in Zukunft selbst leben müssen. Anforderungen wie strategische Organisationshandbücher oder regulatorische Unternehmensabläufe dürfen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern müssen auch praktisch umgesetzt werden können. Unser institutioneller Hintergrund hat uns im Regulierungsprozess enorm geholfen, er war die Basis für ein zielführendes Abarbeiten von regulatorischen Anforderungen wie zum Beispiel, ein Risiko- und Liquiditätsmanagement, Compliance und Berichtswesen. Diese Prozesse waren schon immer in der Deutsche Finance Group implementiert und mussten nur an die Regulierung nach deutschem Recht angepasst werden.“ Man werde auch im vollregulierten Umfeld in der Lage bleiben, schnelle strategische Entscheidungen zu treffen.

 

Der Finanzinformationsdienst k-mi stellt der DF Deutschen Finance Group daher ein gutes Zeugnis aus: „Da die Deutsche Finance die Regulierungsanforderungen umgesetzt hat, ohne an Innovationstempo und Vertriebspower einzubüßen, ist man bei den Münchenern weiter in der Lage, schnell in den Bereichen Produkt und Vertrieb strategisch zu agieren: Neben der Gründung des Haftungsdachs revolutioniert die Deutsche Finance aktuell ihre Investmentstrategie: Nachdem man sich als Dachfonds- und Lead-Investor auch international eine Reputation aufgebaut und jüngst ein institutionelles Separate-Account-Mandat von einer der größten deutschen Versicherungsgesellschaften erhalten hat, wird sich die Deutsche Finance in Zukunft nicht mehr nur auf reine Dachfonds-Investitionsstrategien beschränken. Um noch näher an den Assets zu sein, wird man mit den Partnern vor Ort selbst Zielfonds für institutionelle Kunden strukturieren und bei diesen platzieren, wobei Privatanlegern natürlich weiterhin innovative Produkte offeriert werden. Mit der Erweiterung der KVG-Lizenz auf OGAW-Vehikel bzw. offene Investmentfonds steht in München ohnehin die nächste Revolution ins Haus.“ Dieser Einschätzung können wir uns weitestgehend anschließen.

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